Mittwoch, 18. Mai 2011

Weggang

Mein ehemaliger Mitbewohner wird wohl in Kürze nach Braunschweig ziehen. Das macht mich traurig - wieder ein Mensch weniger in meiner Nähe, auf den ich bauen kann.

Da fällt es schwer sich für ihn zu freuen...

Dienstag, 17. Mai 2011

Unermüdlich

Es keimt in letzter Zeit eine Frage in mir auf, die anfängt mich intensiv zu beschäftigen und die eine Unruhe in mir ausbreitet.

Ich arbeite nun seit gut acht Monaten in der Firma, habe ein vielfältiges Aufgabenspektrum und ausreichend Herausforderungen in meinem Arbeitsalltag. Ich habe keinen Grund zur Klage - eigentlich!

Und doch zwickt es von Innen, weil ich mich frage: War es das? Geht es jetzt Jahr um Jahr so weiter? Wenn ich in Hannover an der Universität vorbei schlendere, kommt so langsam Sehnsucht in mir auf - das Studium, es hat mir wohl doch mehr bedeutet, als ich selbst gedacht hatte. Es fehlt mir richtig, das zur Uni gehen, in Vorlesungen sitzen, das Horizont erweitern und Fragen stellen. Klar, das geht auch irgendwie im Job, aber es ist was anderes.

In mir drin, verlangt es nach mehr - nach einem immer präsenten großem Ziel. Im Job ist der Weg mit endlos vielen, kleinen Zielen gepflastert. Das ultimative Ziel, das gibt es im Berufsleben so nicht. Womöglich ist es eine Frage der Gewohnheit, schließlich hatte ich in zehn Semestern immer das große Ziel meines Studienabschlusses vor Augen, davor war das Abitur.

Doch worauf arbeitet man im Job hin? Eine Gehaltserhöhung, Anerkennung, eine Beförderung oder auf die Rente? Man entwickelt sich auch im Beruf weiter, aber eben auf andere Weise, als ich es bislang gewohnt bin.

Mein Gefühl sagt mir: Ich möchte mehr! Promovieren vielleicht? Sonst war das für mich niemals eine Option, aber mittlerweile frage ich mich, ob ich meine Meinung darüber nicht nochmal ändern könnte. Es ist eine unermüdliche Suche nach DEM Ziel, aber bislang nur Gedanken, die vielleicht irgendwann Gestalt annehmen oder eben nicht.

Da bin ich noch in der Selbstfindungsphase, ein Gefühl, das ich so nicht nochmal erwartet hatte in meinem Leben.

Mittwoch, 23. März 2011

Leben in Sicht

Die nächsten drei Wochenenden sind vollends verplant: voll von Unternehmungen mit lieben Menschen. Ich freue mich drauf und habe das Gefühl, endlich wieder Leben in mein Leben bringen zu können.

Aber ehrlich: Das wird auch Zeit.

Und weils so schön ist, habe ich noch einiges mehr vor:

- mehrtägiger Abstecher nach Frankfurt
- entspannender Kurzurlaub mit Hund und vielleicht auch Wellnes
- Teilnehmen am Hannoverschen Firmenlauf im Mai (das Training und ich laufen auf Hochtouren)
- Abstecher nach Hamburg (es gilt einige liebe Menschen zu besuchen und mich auf den neuesten Stand zu bringen)
- Mitbewohner/in für meine Wohnung finden, denn alleine wohnen ist einfach nicht meins

Und noch so einiges mehr... ach, vielleicht erwache ich auch einfach aus meinem sozialen Winterschlaf. ;-)

Mein Fellknäuel

Mein kleines, flauschiges Vierbein macht seit gut 3,5 Jahren meinen Alltag etwas kuschliger, alberner, aufgedrehter, etwas komplizierter und um einiges wertvoller.

Durch meinen Job habe ich aber seit gut sechs Monaten deutlich weniger Zeit für das Wuselchen. Eine Perle von Hundesitterin hat diese Lücke aber mehr als gut gefüllt - die Kleine hat reichlich Bewegung, bekommt eine Menge Leckerchen und Streicheleinheiten und hat ihre Ersatzmutti wahnsinnig gern.

Ein bisschen zu gerne, wenn ich ehrlich bin - denn nach durchschnittlich neun Stunden kommt das werte Fräulein nicht unbedingt vor Euphorie überschäumend zu mir zurück. Das hat mir in den letzten Wochen mächtig zu denken gegeben. Es galt zu überlegen, ob sich an der Grundsituation etwas ändern lässt - dazu gehört auch die Option, das Fellknäuel endgültig an die Hundesitterin zu übergeben ((da wird jetzt jemand empört aufschreien, aber ich betone nochmal: Das ist EINE von mehreren Optionen)).

Doch die tierische "Prinzessin Lilifee" herzugeben, das könnte ich einfach nicht über mich bringen; dafür haben wir zuviel zusammen erlebt und dafür hängen wir auch zu sehr aneinander. Es fehlte in den letzten Wochen einfach an gemeinsamer Zeit.

Da meine "Konkurrentin" zurzeit verreist ist, verbringen Hund und Frauchen endlich wieder mehr Zeit miteinander. Das Hündchen kommt täglich mit zur Arbeit, benimmt sich dort hervorragend und mutiert zum ultimativen Bürohund. Die Mittagspause verbringen wir am nah gelegenen See und nach Feierabend gibt es noch einmal einen ausgiebigen Spaziergang. Das Ganze funktioniert also, so überraschend das auch für mich ist.

Natürlich braucht es die Hundesitterin weiterhin, um dem quirligen Vierbein einen ausgeglichenen Alltag bieten zu können. Doch ich denke, dass fortan mein Zausel 2 1/2 Tage mit zur Arbeit kommt und 2 1/2 Tage bei ihrer Entertainerin verbringt. Das muss natürlich noch mit meinem Abteilungsleiter und den Kollegen geklärt werden, aber für mich ist das eine realistische Option, die mir meinen Hund langfristig wieder näher bringt.

Dieser Tage - so ohne Hundesitterin - ist Smiley wieder ganz und gar mein Vierbein, anhänglich und auf mich fixiert... eben MEIN Fellknäuel und so soll es auch bleiben.

Vertragsverlängerung inklusive

Nachdem ich mit dem Finanzvorstand erfolgreich um eine Gehaltsanpassung gefeilscht habe, war ich wunderbar zufrieden. Mein jetziges Nettogehalt hat nun die Schwelle erreicht, die ich mir erhofft hatte und mit der es sich dann hoffentlich etwas bequemer haushalten lässt.

Ganz entgangen war mir in dem Gespräch aber anscheinend ein anderes Plus: Eine Verlängerung meines befristeten Arbeitsvertrages um ein weiteres Jahr. Die gab es einfach so dazu, als kleines Sahnehäubchen und die nächste Gehaltsverhandlung findet dann in einem Jahr statt. Da hat mich das Unternehmen klammheimlich an sich gebunden... gut so.

Freitag, 18. März 2011

Das Streben nach Glück

Wenn ich so über mein Leben nachdenke, dann herrscht vor allem ein Eindruck vor: Ich habe immer glücklich sein wollen. Ich wollte echtes, pures Glück, eine innere Ausgeglichenheit und eine Leichtigkeit im Sein.

Doch zum Glücklich sein bin ich nicht geboren und ich habe es in den letzten Jahren nicht geschafft meine Anstrengungen auf dieses eine, so unfassbare Ziel zu konzentrieren. An schlechten Tagen zweifle ich daran jemals wahrhaft glücklich sein zu können und beneide jene Menschen, denen es scheinbar gelingt.

An besseren Tagen jagen Gedanken durch meinen Kopf; vage Ideen, wie ich glücklich(er) werden könnte und an guten Tagen schaffe ich es jene Gedanken in die Tat umzusetzen. Es gibt Momente, in denen ich fassungslos bin, weil ich mich dann wirklich glücklich fühle und erstaunt bin von der fast schon meditativen inneren Ruhe.

Doch diese Momente; sie sind rar gesät in meinem und ach, ich glaube auch im Leben der Anderen. Es scheint nur zwei Wege zum Glück zu geben: absolute Genügsamkeit oder harte Arbeit - an und mit sich selbst. Für ersteres habe ich vielleicht zu viele Wertevorstellungen, die sich damit nicht vereinen lassen. Für das Letztere fehlt mir die Kraft, die Ausdauer.

Zumindest bislang.

Nun sind ein paar Lasten von meinen Schultern abgefallen. Zum einen mein zweiter Studienabschluss nach vielen, langen Jahren des Studiums in zwei verschiedenen Städten und zum anderen die Unsicherheit, ob ich in meinem ersten Job die Probezeit überdauern werde.

Ich sage selbst immer von mir, dass ich mich nur auf eine einzige Sache wirklich konzentrieren und dafür einsetzen kann. Das bedeutet zwar, dass ich gut bin in dieser einen Sache, aber gleichzeitig bin ich schlecht in allen anderen. Den Kürzeren zieht dabei nur allzu oft mein Sozialleben - mir fehlt der Elan, um einen engen Freundeskreis aufzubauen, mich in meiner Freizeit viel mit meinen Mitmenschen auseinanderzusetzen. Darüber ärgere ich mich regelmäßig, aber es ist einfach nicht so leicht für mich, mich einfach aufzuraffen, über meinen Schatten zu Springen und Kontakte mehr/ besser/ anders zu pflegen.

Wenn ich so nachdenke, dann ist der fehlende Antrieb mein Problem. Ein Problem, dass ich selbst kaum zu lösen vermag, das mich manchmal runterzieht und nicht mehr loslässt und mich ab und an wieder freilässt, wie einen Luftballon, der in den Himmel steigt. Dann funktioniere ich für einen kurzen Moment - doch meine Kraft reicht nicht lange genug, um Kontinuität zu schaffen.

Da sind dann mein schlechtes Gewissen, meine Scheu vor engen Kontakten und der damit verbundenen Verletzbarkeit und Abhängigkeit und meine Hilflosigkeit dem Ganzen entrinnen zu können.

Eins ist mir aber klar, ich habe mich für einen Weg zum Glück entschieden, es mag der härtere Weg sein, aber für mich vielleicht der Richtige - ich hoffe es und ich hoffe, dass ich irgendwann die fehlende Kraft in mir finde, um durchzuhalten, um Menschen in meinem Leben festzuhalten, um glücklich zu sein.

Mittwoch, 16. März 2011

Jaaaaaaaaaa!!!

JIPPIE!

JUHU!

Zeit zum Jubeln!!!

Meine Masterarbeit ist benotet - vorhin überkam mich das Gefühl, dass ich wie bei meiner Bachelor-Arbeit mit einer 3 abgespeist werden würde und ich habe mir schon meine unschöne Durchschnittsnote ausgemalt.

Doch es kam anders als gedacht. Mit einer 1,5 wurden die letzten, anstrengenden Monate zwischen Arbeit und Abschlussarbeit schreiben wirklich hoch honoriert. Ich bin gerade sehr happy.

Meine Studienzeit endet mit einem echten Highlight. Und gleich gehts noch in die Gehaltsverhandlung mit dem Finanzvorstand meines Arbeitgebers, mal schauen wieviel Glück der heutige Tag noch zu bieten hat.

Dienstag, 8. März 2011

Lesbar

Nur all zu gerne stöbere ich durch die Liste der neuesten Beiträge in meinem - ganz auf mich, meine Interessen und meine Neugierde optimierten - RSS-Reader. Dabei entdecke ich, am Weltfrauentag, der ja heute ist, einen herrlichen Artikel über die "Durchschnittsfrau". Sonst bin ich ja kein Fan von endlosen Statistiken, aber der Autor hat das Ganze mit einem guten Schluck Ironie versehen und mich damit einfach gekriegt:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/durchschnittsfrau-statistik?page=1

Schön auch die Kommentare dazu, die mir zeigen, wie unterschiedlich Artikel aufgefasst werden. Während ich Schmunzeln musste, scheinen sich andere über die scheinbare Unreflektiertheit zu echauffieren. Ironie ist halt nicht jedermanns und schon gar nicht jedersfrau Sache...

Montag, 7. März 2011

Dum di dum di dum

Selten so wenig geschafft bei der Arbeit, dafür aber herzlich gelacht und dem netten Kollegen von nebenan einen kleinen Streich gespielt. So ist das halt am Montag.

Montag, 21. Februar 2011

Kindisch

Manchmal ist es anstrengend sich vor den Kollegen und dem Abteilungsleiter immer wieder beweisen zu müssen. Ich komme mir da vor - zumindest gelegentlich - wie ein kleines Kind.

Ein Kind, das seinen Eltern etwas Tolles zeigen will. Doch die Eltern schauen nur halbherzig hin, weil es ja eh nichts Großartiges sein kann. Schließlich ist das Kind noch jung, was soll es da schon tolles entdeckt haben oder können?!

... dabei irren sich die Erwachsenen so oft; vermutlich bemerken sie es nicht, weil sie immer nur in die eine Richtung gucken.

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